Linux - Die Grundlagen

Linux - Die Grundlagen

Im Jahr 1991 begann der Linux-Erfinder Linus Torvalds mit der Entwicklung einer eigenen Terminal Emulations-Software, um seinen Computer an der Universität besser fernsteuern zu können. Zuvor hatte er mit Minix gearbeitet und einige Schwachstellen entdeckt. Es wurde im Laufe der Zeit klar, dass sich sein Projekt zu einem Betriebssystem entwickeln würde.

 

Einen Monat nach Beginn war die erste Testversion fertig. Im weiteren Verlauf erweiterte er den Emulator und entwickelte einen Festplattentreiber gefolgt von einem Dateisystemtreiber.

 

Am 25. August 1991 gab er schließlich in der Newsgroup comp.os.minix offiziell bekannt, dass er an einem Betriebssystem-Kernel arbeitet. Nur zwei Monate später, gab er dann die Version 0.02 frei.

 

Kurz darauf kam er in Kontakt mit Richard Stallman, der einen Vortrag über das GNU-Projekt hielt. Stallman hatte in den Vorjahren eine eigene Lizenz zur freien Nutzung von Software ins Leben gerufen. 1992 stellte Linus sein Projekt dann schließlich unter diese GPL, da er sich unter anderem mehr Freiheit für die Programmierer wünschte. Durch die freie Lizenz verbreitete sich Linux sehr schnell.

 

Inzwischen gibt es eine Vielzahl verschiedener Linux-Variationen, genannt Distributionen. Diese basieren auf vielen einzelnen Programmen und der Möglichkeit, sich nach Bedarf weitere Programme nachzuinstallieren. Zu den Bekanntesten zählen: Debian, Arch, Ubuntu und Mint. Alle weiteren Linux Distributionen sind auf DistroWatch.com einsehbar.

 

Heute wird Linux vielseitig eingesetzt. Auf Grund der hohen Sicherheit eignet sich Linux für Unternehmen, Schulen und für den privaten Gebrauch. Auch Android zählt zu einer abgeänderten Version von Linux und wird somit von Milliarden Menschen täglich auf der ganzen Welt genutzt.

 

Linux stellt im Allgemeinen eine gute Alternative zu Microsoft dar. Die Unterschiede zwischen Linux und Microsoft sind riesig und wichtig zu kennen und zu verstehen.

Der offensichtlichste Grund voran sind natürlich die Kosten.

Im Gegensatz zu Microsoft ist Linux kostenfrei. Zudem unterscheiden sich die Lizenzmodelle enorm. Bei Microsoft ist lediglich die eigene Nutzung erlaubt, bei Linux hingegen dürfen die Programme weiterverarbeitet, verändert und auch verbreitet werden. Dadurch, dass bei Microsoft der Source-Code nicht einsehbar ist, besteht die Möglichkeit der Überwachung von außen.

 

Linux gilt hingegen als Open-Source Betriebssystem.

 

Durch seine offene Lizenz-Struktur, arbeiten an Linux weltweit eine Zahl von Hunderttausenden von Entwicklern, vornehmlich aus gemeinnützigen Antriebsgründen oder „just for fun“. Eine Parallele zu einer altruistischen Gesellschaftsstruktur ist sicherlich nicht von der Hand zu weisen.

 

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