Der globale Kampf um das bolivianische Lithium

Der globale Kampf um das bolivianische Lithium

Schon lange ist bekannt, dass der Salzsee Salar de Uyuni in Bolivien eines der größten Lithiumvorkommen der Welt besitzt. Seit Jahren streiten sich Deutschland, China und die USA um das sogenannte „Weiße Gold“.

Lithium wird vor allem für die Elektromobilitätsbranche als auch für Batterien und Akkus elektrischer Geräte wie Smartphones benötigt.

Während Boliviens ehemaliger Präsident Morales sich China zuwenden möchte, da er Europa die Schuld an dem Staatsstreich gibt, der ihn 2019 dazu gezwungen hat das Land zu verlassen, möchte der Wahlkampfgewinner Arce mit einem deutschen Unternehmen kooperieren. Zeitgleich wirft er der Opposition vor, Tesla Zugriff auf die Lithiumvorkommen gewähren zu wollen.

Aufgrund der immer mehr steigenden Nachfrage für Elektromobilität, steht Bolivien unter enormem Zeitdruck. Zu Beginn sollte mit der deutschen Firma ACISA, ein Projekt gestartet werden, jedoch war nach Eintreten des Staatsstreichs nicht klar, wie weiter vorgegangen werden soll. Ziel des Staatsstreiches war es angeblich, die Kontrolle über das bolivianische Lithium zu erlangen und Tesla dorthin gehend mit einzubeziehen.

Vor den Neuwahlen des bolivianischen Präsidenten, stimmten die Bolivianer in einem Verfassungsreferendum gegen eine Amtszeitverlängerung Morales', woraufhin sich Morales entschied, seine Kandidatur juristisch durchzusetzen. Das Wahlergebnis änderte sich schnell zu seinen Gunsten und hunderttausend Menschen protestierten, somit wurde Morales zu erneuten Wahlen gedrängt und Anez übernahm.

Morales'-Lager sieht die Schuld nach wie vor bei den Europäern und Briten und behauptet, dass sie an das Lithium gelangen wollten. Setzt sich Morales´ Legende vom Staatsstreich durch, wäre Morales der Präsident Boliviens und nicht sein momentan amtierender Genosse Arce, dies würde auch die Entscheidung über das Lithium beeinflussen.

Vor zwei Jahren kündigte Elon Musk an, im deutschen Brandenburg ein Tesla-Werk zu eröffnen. Die Frage, die sich viele Menschen stellen ist, ob sich der Tesla-Gründer in Deutschland positioniert, damit er sich, falls sich die Bolivianer gegen einen Vertrag mit den USA entscheiden, somit durch seine zweite Niederlassung doch noch eine Chance auf das begehrte Lithiumvorkommen sichern kann.

Im vergangenen Jahr stand Elon Musk stark in der Kritik, auch ihm wurde vorgeworfen, bei dem Staatsstreich beteiligt gewesen zu sein. Ein Tweet Musks auf Twitter mit den Worten: „Wir putschen gegen jeden, der uns einfällt, wann immer wir wollen – finde Dich damit ab“, sorgte zuletzt für große Aufregung und verstärkten die Gerüchte, dass Elon Musk in den Staatsstreich involviert gewesen sein könnte und nun versucht, durch eine andere Methode an das Lithium zu kommen.



Quellen:

https://www.wallstreet-online.de/diskussion/1336996-1-10/lithium-south-verfahren-gruene-zukunft
https://www.dailyfx.com/forex/fundamental/daily_briefing/session_briefing/euro_open/2021/04/19/US-Dollar-Forecast-USDJPY-Testing-Key-Support-as-
Yields-Slide-Lower-.html

Foto:

https://pixabay.com/de/photos/uyuni-salinen-bolivien-h%c3%b6he-natur-5888023/

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